Aktuelles: Treffen mit Father Allam 2011 in Wörth und Weidenthal

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Auch in diesem Jahr, am 04.09. in Maximiliansau und am 25.09.2011 in Weidenthal, gab es zwei Treffen mit Father Allam. Er berichtete dabei über seine Aktivitäten seit den letzten Treffen unter Verwendung der vorstehenden, von ihm erstellten PowerPoint-Präsentation.

Nachstehend der Wortlaut seiner Ansprache in Weidenthal:

„Meine lieben Pateneltern, liebe Freunde!

Ich freue mich, an diesem Nachmittag wieder einmal in Weidenthal zu sein, um Sie über unser Kinderhilfsprojekt in Indien zu informieren.

Zunächst möchte ich meinen herzlichen Dank an alle Pateneltern, Wohltäter und alle jene, die unser Projekt unterstützt haben, aussprechen. Nur durch Ihre Hilfe und Unterstützung kann ich diese Aufgabe in Indien erfüllen. Ebenso danke ich Ihnen im Namen aller Kinder, denen Ihre Hilfe zugute kommt.

Vor 9 Jahren, im Jahre 2002, habe ich dieses Projekt begonnen. Am Anfang, als ich meine Idee über die Hilfe für Kinder durch Patenschaften plante, waren ca. 10 Leute  bereit, mir, u.a. beim Gestalten des Prospektes und der Information der interessierten  Leute zu helfen.

In kurzer Zeit hatten wir 30 Pateneltern gewonnen. Und die Zahl der Pateneltern stieg an. Erfreulicherweise konnten wir in drei Jahren 150 Pateneltern zählen; 70 aus unseren Talgemeinden und 80 aus anderen Orten. Ich bin so dankbar allen, die mir geholfen und zur Gründung des Projektes beigetragen haben.

Im Jahre 2005 wurde ich nach Wörth versetzt und dort haben wir durch die Initiative von Frau Fink und Frau Hammer, noch viel mehr Pateneltern gefunden. Um das Problem der Spendenquittungen zu lösen, ergriffen sie die Initiative, für unser Projekt einen gemeinnützigen „e.V.“ zu gründen.

In den vergangenen 9 Jahren konnten wir etwa tausend der armen Kinder eine Schulausbildung, Ernährung und medizinische Versorgung ermöglichen. Wir haben viele Häuser für die Patenkinder gebaut. Der größte Teil der Kinder, die unsere Hilfe erhalten haben, sind auf einem guten Weg und haben Ihre Schulausbildung abgeschlossen.

Nun sind sie im College; sie studieren beispielsweise Ingenieur, Lehrer oder  Krankenschwester. Einige von ihnen sind in ein Kloster eingetreten, um Priester oder Nonne zu werden. Ich hoffe, dass sie bis zum Ende bleiben und ihr Ziel erreichen. Viele dieser Kinder haben ihre Schulausbildung abgebrochen, wenn sie nicht unsere Patenkinder waren.

Der Erfolg der letzten 9 Jahre dieses Projektes ist nicht 100prozentig, weil durch die familiären Bedingungen einige der Patenkinder ihre Ausbildung inzwischen abgebrochen haben und heute in den Feldern oder in den Fabriken arbeiten.

Am Anfang haben wir den Pateneltern gesagt, dass eine Patenschaft für fünf Jahre abgeschlossen werden soll. Aber ich bin dankbar, viele von Ihnen unterstützen weiterhin das Projekt. Ich bin auch allen Pateneltern dankbar, die ihre Patenschaft aus  persönlichen Gründen gekündigt haben. Heute haben wir 70 Patenschaften in unseren Talgemeinden und ich bitte Sie, auch weiterhin unser Projekt zu unterstützen.

Nach der Seligsprechung von Paul Josef Nardini im Jahr 2006 war es mein Traum in Guntur ein Kinderheim in dessen Namen zu bauen.  Mit der finanziellen Hilfe  einiger meiner Freunde in Deutschland konnte ich das Paul-Josef- Nardini-Kinderheim in Guntur errichten; es wurde durch Bischof Gali Bali eingeweiht und durch Frau Michaela Hammer im Jahr 2010 eröffnet. Es ist ein zweistöckiges Haus. Das Erdgeschoß ist für das Studium und als Speisesaal eingerichtet; im 1. Stock sind die Schlafräume. Im letzten Jahr hatten wir 40 Kinder und dieses Jahr fanden 50 Kinder Aufnahme. Die Kinder, sind  im Alter zwischen 6 und 15 Jahren, von der 1. bis zur 10. Klasse.

Diese Kinder kommen aus sehr armem Familienverhältnissen, einige von ihnen von weit entfernten Dörfern, weil es dort keine Schulen für höhere Klassen gibt.

Einige Kinder sind Waisen, die anderen haben ihre Eltern. Pfarrer Naveen, der jetzige Kaplan, betreut die Kinder mit mir zusammen.  

Außer dem Paul-Josef-Nardini-Heim helfen wir weiterhin anderen Kinderheimen für Jungen und Mädchen in Atthalur und in Guntur bei Schwestern. Allen Patenkindern von Patibandla, Siripuram, Guntur und anderen Orten geht es gut und sie gehen zur Schule.

Im Monat Juni 2011, bei Beginn des neuen Schuljahres, haben wir an alle unsere Patenkinder Schulcomputer, Schuluniformen, Schultaschen, Schuhe gegeben und auch das Schulgeld bezahlt. In der RCM Schule Patibandla helfen wir nicht nur den Patenkindern, sondern auch allen anderen Kindern die sehr arm sind.

Zu all dem betreue ich auch die HI-AIDS-Kranken. In unserem JEEVAN SADAN AIDS –Hilfs-Center arbeiten jetzt drei Schwestern. Tag und Nacht versorgen sie die Patienten.

Nach der Einstellung der Schwestern bin ich mehr entlastet von dieser Aufgabe.

Momentan planen wir ein ständiges HIV-AIDS Hilfs-Center in Guntur zu errichten.

Wir haben den Schwestern ein Stück Land unserer Diözese für einen kleinen Preis gegeben, der normal sehr viel höher ist, um dort ein Zentrum zu bauen. Der Provinzial-Obere der Schwestern  arbeitet mit mir zusammen und hat versprochen, finanzielle Hilfe für den Bau bereit zu stellen. Für den Rest versuchen wir großzügige Menschen zu finden.

In Zukunft wird dieses Zentrum 20 Betten haben und die Patienten sind betreut, Tag und Nacht. Die Schwestern wollen sich um die Finanzierung bemühen, damit es schnell gebaut werden kann.

Ich bin jetzt 44 Jahre alt und ich sehe auch, ich kann nicht immerzu unter Stress all diese vielen Dinge selber organisieren.

Daher haben wir zur Betreuung unserer Indienprojekte ein Team gebildet, bestehend aus  fünf  Mitgliedern: außer mir sind das Father Naveen und die drei Schwestern, die im AIDS-Center arbeiten. Ich bin sicher, die Schwestern tun ihre Arbeit viel besser als ich.

Seit letztem Januar gehen die Schwestern auch zu den Kindern und versuchen, ihnen zu helfen, bei allem, was sie in der Schule nötig haben.

Liebe Freunde, Danke für alle finanzielle Unterstützung. Nur mit Ihrer Hilfe kann ich den armen Kindern in Indien helfen. Mein spezieller Dank gilt auch allen Mitgliedern des Vorstands, die das Projekt überwachen in unseren Gemeinden. Im Namen aller unserer Kinder danke ich Euch noch einmal. Wenn jemand weitere Informationen möchte, oder Fragen hat, bin ich gerne bereit, sie zu beantworten.“


Begrüßung durch Herrn Roos


Father Allam bei seinem Vortrag


Ein Teil der sehr interessierten Zuhörer